Tipps für den Sommer

Am 21.Juni beginnt der Sommer...wobei er dieses Jahr einen Frühstart hingelegt hat. Meine beiden Hunde und ich haben leider nicht das Glück, direkt am Meer oder an einem großen Badesee für Hunde zu wohnen. Aber ganz so weit müssen wir auch nicht gehen, um an eine Wasserstelle zu kommen.

Ich weiß nicht, wie es euren Hunden geht, aber so wie Pico und Ella im Winter in eine Art Winterruhe fallen, sind sie im Sommer auch nur schwer zu motivieren. Lieber würden sie in der vergleichsweise kühlen Altbau-Wohnung bleiben und drinnen mit Tricks und Suchspielen bespaßt werden.

Auf die Spaziergänge haben sie bei der Stadthitze wenig Lust. Nichtsdestotrotz freuen sie sich, wenn sie wissen, dass wir zum Wasser gehen. Dort können sie planschen (vor allem in Ellas Fall), Steine fischen (Pico's ganzjährige Lieblingsbeschäftigung), Stockenten beobachten und natürlich Frauchen nass spritzen.


Damit auch ihr den Sommer mit eurem Hund gut übersteht, habe ich hier ein paar Tipps aufgelistet, mit denen ihr auch die heißesten aller Sommertage überstehen könnt.


Tipps für heiße Sommertage:

- Spaziergänge auf die frühen Morgenstunden und späten Abendstunden verlegen, wenn es noch oder schon etwas kühler ist

- ans Wasser zum Planschen gehen - wenn auch nur zum Füße und Pfoten abkühlen (wer einen Hundepool hat - umso besser!)

- auch ein feuchtes Handtuch kann dem Hund ebenfalls Abkühlung verschaffen (entweder zum Drauflegen oder zum kurz Zudecken)

- so angenehm es auch ist; Zugluft, Ventilatoren und z.B. Klimaanlagen in Autos sind für unsere Haustiere nicht die beste Methode sich abzukühlen (gerade wenn sie nasses Fell haben, können sie sich schnell verkühlen oder sogar eine Lungenentzündung bekommen)

- immer frisches und kühles Wasser bereitstellen; gerade bei heißem Wetter muss man darauf achten, dass die Vierbeiner genug trinken

- Hundeeis selbst machen (dafür gibt es zahlreiche leckere Rezepte im Internet)

- den Hund nicht zu lange in der prallen Sonne liegen lassen; viele Hunde können nicht abschätzen, wie lange sie in der Sonne liegen bleiben können und überhitzen schnell, daher liegt es an uns, ein Auge darauf zu haben, um einen Hitzschlag zu vermeiden

- viel Action und sehr anstrengende Aktivitäten (z.B. Fahrradfahren) vermeiden, da der Hund bei dieser Hitze schnell einen Kreislaufkollaps erleiden kann

- Pudel und Co können kurz geschoren werden; Hunde mit „normalem“ Fell sollten täglich gebürstet werden, um die Unterwolle rauszubekommen*


* Bitte kommt nicht auf die Idee, Golden Retriever, Schäferhund und Co zu scheren. Alle Hunde, die nicht (!) für Allergiker geeignet sind, also kein Fell verlieren, sollten nicht geschoren werden.

Das Fell der Hunde besitzt eine natürliche Isolation-Funktion (sowohl gegen Hitze, als auch gegen Kälte); das Scheren zerstört diese Kühlfunktion und macht das Fell im schlimmsten Fall sogar auf Dauer ganz kaputt.


Was ist ein Sommer ohne ein lustiges Erlebnis?


Vor fast vier Jahren haben Pico - der damals 1,5 Jahre alt war - und ich uns mit mit einer sehr guten Internetfreundin und ihren Hunden (die Freundschaft und viele weiter habe ich Instagram zu verdanken) getroffen und wir sind zu einem See gefahren.

Die Hunde (da gab es Ella leider noch nicht), haben herumgetobt und hatten gar keine Zeit, um vor der Kamera zu posieren. Naja...während meine Freundin und ich also damit beschäftigt waren, lustige Schnappschüsse einzufangen, hatten die Hunde anderes im Sinn.

Das Wasser stand recht tief, sodass zum Ufer hinauf gute 15cm Höhenunterschied lagen. Für einen 33cm Hund wie Pico war es also nicht so leicht zum Wasser zu kommen, um zu trinken. Ich sagte zu meiner Freundin: „Spätestens in fünf Minuten fällt der ins Wasser, wenn er so weitermacht...“ - Ich glaube jeder kann sich denken, was dann passiert ist. :D

Plötzlich war nur noch ein Platsch zu hören und einen Bruchteil einer Sekunde später wildes Planschen. Pico, der sonst maximal bis zur Brust ins Wasser geht und auch nur, wenn es Steine zum Rausfischen gibt, war natürlich alles andere als begeistert. Glücklicherweise war die Rettungsaktion unproblematisch und alle kamen - zwar nicht trocken, aber dafür wohlbehalten - wieder aus dem Wasser.

Dem kleinen Prinzen saß der Schock jedoch noch eine Weile in den Knochen und er ging dann nicht mehr so schnell in die Nähe des Wassers.

Das war wohl eine Lektion fürs Leben, denn seitdem passt er doppelt und dreifach auf, wenn irgendwo Wasser in der Nähe ist. Vor allem dann, wenn er nicht abschätzen kann, wie tief es ist.


Dieses Bild entstand kurz nach der Rettungsaktion.

Ein völlig verdutzter und begossener Pudel - im wahrsten Sinne des Wortes:

Da war der kleine Prinz wohl zu übermütig...




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